
In Deutschland haben 2025 so viele Menschen in Aktien und Aktienfonds investiert wie nie zuvor. Wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) mitteilte, stieg ihre Zahl im Vorjahresvergleich um rund zwei Millionen auf 14,1 Millionen. Damit habe sich der „sehr positive Langfristtrend“ verstetigt, sagte DAI-Chefvolkswirt Gerrit Fey. 2006 hatte das Institut noch 10,3 Millionen Aktionäre ermittelt, 2020 waren es 12,4 Millionen gewesen.
Vor allem Menschen unter 40 Jahren zeigten demnach Interesse an Aktien und Fonds. Diese Gruppe machte 2025 einen Anteil von 4,9 Millionen Aktionären aus, darunter 1,2 Millionen neue Anleger. Es wachse eine neue Generation von Aktienanlegern heran, die mit dem Thema ganz natürlich umgehe, sagte Fey.
Darüber hinaus seien es vor allem Männer und Wohlhabende, die in Aktien und Aktienfonds investieren. Es gibt aber auch immer mehr Anlegerinnen im Land; ihre Zahl betrug 2025 rund 5,4 Millionen. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem Anstieg von 24 Prozent.
ETFs und Sparpläne besonders beliebt
Auf dem Aktienmarkt sind laut DAI derzeit vor allem ETFs (Exchange Traded Funds) beliebt. ETFs bilden die Wertentwicklung eines Index ab. Laut DAI investierten 2025 rund 9,2 Millionen Menschen in ETFs. Überdies würden Sparpläne „immer beliebter“, also Daueraufträge für den regelmäßigen Kauf von Aktien. 2025 hatten rund 5,3 Millionen Menschen in Deutschland einen solchen Sparplan. Das sind 1,7 Millionen mehr als
2024. Zwei Millionen Menschen hätten Einzelaktien erworben. 2,9 Millionen Menschen kombinierten laut DAI direkte (Einzelaktien) und indirekte Investments (ETFs). Unter 40-Jährige
investierten am liebsten in einen ETF oder Sparplan, ältere Menschen in gemanagte Aktienfonds.
Die Zahlen des DAI beruhen auf einer repräsentativen Umfrage. Dafür wurden 28.000 Menschen ab 14 Jahren über ihr Anlageverhalten befragt. Die absoluten Zahlen sind folglich Hochrechnungen. Das DAI wird von großen börsennotierten
Unternehmen in Deutschland getragen.
