Zum Auftakt seiner Abschiedstour pendelt Bushido zwischen Überrapper und Superpapa. Interessant wird’s, wenn sich Risse in der Lackschicht seiner Verbürgerlichung zeigen.
© Annette Riedl/dpa
Falls irgendjemand Zweifel daran hatte: Bushido liebt seine Kinder. Sehr. Sie sind beim ersten Konzert seiner Abschiedstour unter dem Motto „Alles ist gut“ in Berlin allesamt im Publikum, und er checkt während des Auftritts immer wieder, ob es ihnen gut geht. Er kann sie dabei nicht immer einwandfrei auseinanderhalten – gegen Ende der Show verwechselt er zwei seiner Drillinge –, aber geschenkt. Im grellen Bühnenlicht vor 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauern würde der eine oder andere nicht mal seine Lieblingsoma sofort erkennen. Und die gibt es gewöhnlich nicht dreimal.
