Der Iran bedroht längst auch den Westen. Doch deutsche Politiker halten sich mit Kritik an den Mullahs zurück – aus eigenen Interessen.
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Seit inzwischen 47 Jahren geht das iranische Volk
wieder und wieder auf die Straße, um für seine Rechte einzustehen. Zu den
Protesten, die seit dem 28. Dezember andauern, fand Donald Trump klare Worte und
erwägt ein militärisches Eingreifen der USA. Doch in Europa und auch in
Deutschland bleibt es, wenn es um den Iran geht, meist bei warmen Worten,
Solidaritätsbekundungen und vereinzelten Sanktionen. Diese kalkulierte Vorsicht basiert auf der Grundannahme, dass
die Welt mit dem Regime in Teheran irgendwie berechenbarer und damit sicherer
sei. Das ist jedoch eine Illusion. Die Islamische Republik Iran ist ein
aktiver globaler Destabilisator, der Terrorfinanzierung, militärische Eskalation
und gezielte Einflussnahme auf öffentliche Meinungsbildung betreibt, auch in
Europa. Was also hält die deutsche und europäische Politik davon ab, härter
gegen das Regime der Mullahs vorzugehen?
