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Der deutsche Markt für Lager- und Logistikflächen hat zum Jahreswechsel 2025/2026 eine bemerkenswerte Konstanz gezeigt. In 18 der 20 analysierten Logistikregionen blieben die Spitzenmieten für Flächen über 5.000 Quadratmeter unverändert. Lediglich in Dresden und Dortmund kam es zu leichten Anstiegen von jeweils rund drei Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Auch im Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate zeigt sich der Markt äußerst stabil – trotz Konjunkturflaute und spürbarem Stellenabbau in der Industrie. Einen moderaten Rückgang verzeichnete lediglich die Region Leipzig/Halle, wo die Spitzenmiete um etwa drei Prozent auf 6,00 Euro pro Quadratmeter und Monat sank.
In vier Märkten legten die Mieten dagegen zu: Dresden führte mit einem Plus von rund sechs Prozent, gefolgt von Dortmund und Frankfurt mit jeweils etwa drei Prozent sowie Kassel/Bad Hersfeld mit 2,5 Prozent. In den übrigen 15 Regionen blieben die Werte konstant.
Nach Einschätzung von Sebastian Bögel, Head of Industrial & Logistics Agency JLL Germany, steht der Logistikmarkt 2026 vor einer strukturellen Neuausrichtung. Während durch die Konsolidierung der Automobilindustrie Flächen frei werden, sorgen die Expansion asiatischer Online-Händler sowie steigende Anforderungen aus dem Verteidigungssektor für neue Nachfrageimpulse. Besonders moderne und verkehrsgünstig gelegene Logistikimmobilien geraten dadurch zunehmend unter Mietdruck nach oben.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren betrachtet sind die Spitzenmieten in allen Logistikregionen gestiegen – wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. Während Hannover/Braunschweig mit einem Plus von 16 Prozent das Schlusslicht bildet, verzeichnete Berlin einen Zuwachs von 91 Prozent.
In absoluten Zahlen legten die Mieten in Berlin um fünf Euro pro Quadratmeter und Monat zu, in München um 3,60 Euro und in Düsseldorf um 3,50 Euro. Die geringsten Steigerungen entfielen auf Bremen (0,85 Euro) sowie Hannover/Braunschweig (0,90 Euro).
