

Der Wintersturm „Elli“ und die Folgen für die Deutsche Bahn nimmt politische Züge an: Nach vereinzelter Kritik aus Union und Grünen am Konzern verteidigt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) die Bahn. Diese werde seinen Worten nach ihren Umgang mit dem Wintereinbruch auf den Prüfstand stellen. Schnieder sagte der „Rheinischen Post“, nicht alle Fahrgäste hätten ihre Reise absagen können und seien teilweise sehr lange unterwegs gewesen, „weil der massive Wintereinbruch zu vielen Zugausfällen und Verspätungen geführt hat. Hier wird die Bahn sicherlich analysieren, wo es besonders gut Hand in Hand lief, und da, wo es etwas zu verbessern gibt, Abläufe weiter optimieren.“
Schnieder betonte überdies: „Klar ist aber auch, dass bei solchen extremen Wetterlagen kein planbarer Normalbetrieb möglich ist und immer wieder neu reagiert werden muss.“ Dadurch, dass die Bahn frühzeitig eine bundesweite Kulanzregelung kommuniziert habe, hätten viele Reisende ihre Fahrt verschieben können.
Der Minister ergänzte: „Wir hatten eine herausfordernde Wetterlage. Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Bahn für ihren außergewöhnlichen Einsatz bedanken.“ Tausende seien ununterbrochen im Einsatz gewesen, um Strecken wieder befahrbar zu machen und die Bahnsteige von den Schneemengen zu befreien, sagte der Verkehrsminister.
