Zwei Tage nach dem Sturmtief Elli bleibt der Bahnverkehr in Deutschland beeinträchtigt. Nun sprechen sich CDU und Grüne für eine Aufarbeitung der Probleme aus.
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CDU und Grüne fordern angesichts der zwei Tage später noch anhaltenden Probleme bei der Deutschen Bahn wegen des Wintersturms Elli eine konsequente Aufarbeitung. „Die Deutsche Bahn muss dieses Desaster aufarbeiten und beim nächsten Wintereinbruch sicherstellen, dass nicht der gesamte Zugverkehr zum Erliegen kommt“, sagte der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß der Rheinischen Post. Es könne nicht sein, „dass bei Winterwetter in Deutschland tagelang kaum Züge fahren“, sagte Ploß.
Ähnliches forderte der Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel: „Der Bund wird die Reaktionen der Deutschen Bahn auf den Wintereinbruch kritisch mit sich und mit dem eigenen Unternehmen besprechen müssen.“ Es seien Rahmenbedingungen zu klären, „weshalb Weichenheizungen seitens des Bundes nur begrenzt zuschussfähig sind“, sagte Gastel.
Wegen des Sturmtiefs hatte die Deutsche Bahn den Fernverkehr im Norden am Freitagvormittag komplett eingestellt. Obwohl sich die Wetterlage bereits am Freitag verbesserte, fuhren auch am Samstag nur wenige Fernzüge durch die Bundesrepublik. Auch der Regionalverkehr war stark beeinträchtigt. Am Sonntag lief der Bahnverkehr größtenteils wieder an, jedoch fast nirgends fahrplanmäßig. Es gab weiterhin viele Zugausfälle und Verspätungen.
