Bayer-Blamage im eigenen Stadion – Stuttgart nimmt Leverkusen auseinander

Der VfB Stuttgart hat mit einem bemerkenswerten Auswärtsspektakel zu Bayer Leverkusen aufgeschlossen und seine Champions-League-Ambitionen unterstrichen. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß demontierte die Werkself in deren Arena mit 4:1 (4:0).

Insbesondere Doppeltorschütze Jamie Leweling (7. Minute/45.) bekam die indisponierte Leverkusener Defensive dabei nie in den Griff. Die übrigen Tore zum ersten Stuttgarter Sieg seit fast acht Jahren gegen Bayer schossen Maximilian Mittelstädt (29./Foulelfmeter) und Deniz Undav (45.+2).

Leverkusen traf lediglich vom Punkt: Alejandro Grimaldo verwandelte einen Foulelfmeter (66.). Dennoch startete sein Team erstmals seit vier Jahren wieder mit einer Niederlage ins neue Jahr.

Stuttgart nun punktgleich mit Leverkusen

Durch die beeindruckende Leistung im ersten Pflichtspiel im neuen Jahr zog der VfB als nun Tabellenfünfter mit 29 Zählern aus 16 Spielen mit dem Vierten Leverkusen gleich. Die Werkself von Trainer Kasper Hjulmand erlebte einen gebrauchten Tag.

Leweling und Undav spielen Bayer schwindelig

Nach sieben Minuten später war Leweling nach einem Traum-Zuspiel von Undav auf Leweling machtlos. Der angeblich vom Premier-League-Club Bournemouth umworbene VfB-Angreifer drehte so richtig auf und spielte die Bayer-Defensive schwindelig. Das vermeintliche 2:0 von ihm wurde nach einer vorherigen Abseits-Position von Undav nach einer Viertelstunde noch abgepfiffen. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit war Flekken dann bei Lewelings ansatzlosem und trockenem Weitschuss erneut machtlos.

Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.

Zwischenzeitlich hatte Mittelstädt vom Punkt aus bereits auf 2:0 erhöht. Als Undav in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gar auf 4:0 erhöhte, gab es bei den mitgereisten VfB-Fans im Gästeblock kein Halten mehr. „Einer geht noch, einer geht noch rein“ und „Bayer 04“ höhnte der VfB-Anhang.

Das 4:0 zur Pause war aber allzu beruhigend für das Hoeneß-Team. Der VfB-Coach erlebte in seinem zwölften Pflichtspiel als Trainer gegen Leverkusen gar seinen ersten Sieg gegen die Werkself überhaupt. Zur Pause reagierte Bayer-Coach Hjulmand zwar mit einem Doppelwechsel und nahm Belocian und Tella vom Feld. Auch mit Loic Badé und Ernest Poku wurde es indes nicht signifikant besser. Zwar hatten die Gastgeber nun deutlich mehr Ballbesitz, weil sich Stuttgart zurückzog, machte daraus aber kaum etwas. Wenn es halbwegs gefährlich wurde, rettete VfB-Keeper Alexander Nübel zur Not bravourös.

Es musste ein Elfmeter her, damit Nübel überhaupt geschlagen wurde. Der zuvor so starke VfB-Innenverteidiger Jeff Chabot hatte Malik Tillman zu Fall gebracht.