Liveblog Schneesturm und Unwetterwarnung: Bahnverkehr im Norden bleibt bis mindestens Sonntag eingeschränkt

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach macht auf die nächste Unwetterlage aufmerksam: Nach viel Schnee vor allem im Norden Deutschlands kann es in den kommenden Tagen gefrieren und vor allem glatt werden.

„In der Nacht zum Montag erreicht eine Warmfront den Westen Deutschlands, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt allenfalls anfangs Schneefall“, erklärt Meteorologe Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst. Rasch gehe der Schnee in Regen über, der auf den kalten Böden gefriere und zu Glatteis führe. „Damit stellt sich nach kurzer Pause die nächste Unwettersituation an. Am Montag breitet sich der gefrierende Regen auf weite Teile des Landes aus.“

In der Südwesthälfte könne es dadurch eine hohe Glatteisgefahr geben, schreibt der Wetterdienst. In der Nordosthälfte sei es zwar anfangs trocken, es könne aber auch schneien oder gefrierenden Regen geben. Die Temperaturen liegen dann höchstens zwischen plus einem und neun Grad im Südwesten und zwischen minus fünf und null Grad im Nordosten.

In Schleswig-Holstein hat Glätte in der Nacht zu Samstag zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Nach Angaben der Polizeileitstellen wurden landesweit über 40 Glätteunfälle gemeldet. Verletzte gab es nur vereinzelt, die meisten Unfälle waren Blechschäden. Die Leitstelle Süd meldete seit Freitag 18 Uhr 12 Glätte- und Schneeunfälle sowie 25 wetterbedingte Einsätze. Besonders im Kreis Stormarn waren viele Landstraßen stark vereist und auch am Morgen noch nicht geräumt. Mindestens ein Dutzend Autos blieb stecken, sie mussten zum Teil noch am Morgen geborgen werden. Zudem kam es in Lübeck zu Hochwasser, das nach Angaben des Sprechers des Lagedienstes Süd aber glimpflich verlief. Das Wasser sei mittlerweile abgeflossen, die Pegelstände insgesamt erhöht.

Auch in Nordrhein-Westfalen bringt Sturmtief „Elli“ glatte Straßen. Ein Lastwagen hat bei Oelde am frühen Morgen auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Hannover seinen Anhänger verloren und dadurch Folgeunfälle verursacht. Der Anhänger kam nach Angaben der Polizei kurz hinter der Anschlussstelle Beckum auf dem Seitenstreifen zum Stehen und ragte auf die beiden rechten Fahrstreifen. Infolgedessen prallte ein Auto auf ein vorausfahrendes Fahrzeug, das wegen des Lkw-Unfalls abbremste. Ein weiteres Auto prallte auf den stehenden Anhänger.