Rezension der ARD-Dokumentation „Die Fotografin und der Krieg“ – Medien

Selbst wer noch nie etwas von Anja Niedringhaus gehört hat, wird sie nach dieser Dokumentation nicht mehr vergessen. Der ARD-Film „Die Fotografin und der Krieg“ von Sonya und Yury Winterberg rückt einem die deutsche Kriegsfotografin in einer Weise nahe, dass man die Tränen über den Tod dieser Frau am Ende kaum noch unterdrücken kann. „Ihr Lachen war ehrlich, rein, silbrig“, sagt der frühere AP-Foto-Chef Santiago Lyon, ja, das mag vielleicht ein bisschen kitschig klingen – und ist doch gar nicht übertrieben. Fast jede Einstellung vermittelt genau dieses Bild von ihrem herzlichen, empathischen Wesen – was für Fotografen und Fotografinnen, denen es um den Menschen geht, immer die Voraussetzung für gute Bilder ist.