„Being Jérôme Boateng“: Niederlage für Bayerischen Rundfunk – Medien

Der Bayerische Rundfunk und die Produktionsfirma der dreiteiligen Fernsehdoku „Being Jérôme Boateng“ dürfen keine Fotos der Kinder des ehemaligen Fußballspielers mehr zeigen. Das teilte die Anwaltskanzlei von Boatengs Ex-Frau, der Mutter der Kinder, in einer Pressemitteilung auf X mit.

„Die Doku zeichnet von Jérôme Boateng das falsche Bild des treusorgenden Familienvaters. Deshalb ist es zu begrüßen, dass die Kinder hierfür nicht weiter instrumentalisiert werden können“, teilt der Anwalt Simon Bergmann der SZ mit. Sowohl der BR als auch die Produktionsfirma hätten Unterlassungserklärungen abgegeben, die Fotos dürften nicht mehr veröffentlicht werden.

In der im Ersten und der ARD-Mediathek ausgestrahlten Doku seien mehrfach Fotos der minderjährigen Kinder von Boateng gezeigt worden, obwohl die Mutter der Veröffentlichung bereits vor der Ausstrahlung widersprochen habe. Daraufhin habe die Kanzlei beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung beantragt, die nun zu einem Erfolg führte. Das Gericht bestätigte die Unterlassungserklärung.

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An „Being Jérôme Boateng“ hatte es Kritik gegeben, weil die Serie stark die Perspektive des Ex-Fußballers und FC-Bayern-Stars betonte und auf das Privatleben Boatengs – vor allem auf Gewaltvorwürfe und Gerichtsprozesse mit der Mutter seiner Kinder – weniger einging.  Die Regisseurin hatte auf fehlende Gesprächsbereitschaft der Gegenseite verwiesen, die zu dem Ungleichgewicht im Film geführt habe.

Boateng war 2024 wegen vorsätzlicher Körperverletzung gegen seine Ex-Frau – die Mutter der Kinder – verurteilt worden. Eine Geldstrafe wurde allerdings nur unter Vorbehalt verhängt. Auch wegen der Beziehung zu seiner 2021 verstorbenen Ex-Freundin Kasia Lenhardt stand Boateng im Fokus der Berichterstattung.