Das Weltversteck: Ein Sofa für die aktuelle Gemütslage – Stil

Man muss kein sonderlich begabter Misanthrop sein, um an der derzeitigen Nachrichtenlage und dem Zustand der Welt zu verzweifeln. Und wenn dann noch grau-dunkles Winterwetter dazu kommt, braucht man dringend ein warmes Versteck, an dem sich Kraft und Trost tanken lassen. Der Möbel-Spezialist Wagner hat jetzt ein Sofa in sein Sortiment aufgenommen, dass solche zeitgemäßen Qualitäten hat – wohl auch deshalb wurde das Nesting Sofa von Steven Dahlinger vor einigen Wochen mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet. Dahlingers Ansatz war es, ein Möbelstück zu entwerfen, das Menschen jederzeit einen Moment der Ruhe und des Rückzugs anbietet.

Clou der Konstruktion ist dafür der gemütliche „Stehkragen“, ermöglicht durch eine doppelte Rückenlehne. Ist sie hochgezogen, entsteht eine schützende und umhüllende Struktur und ein Raum im Raum – gerade in modern offenen und minimalistischen Architekturen besteht oft Bedarf an solchen Nestern und Rückzugsmöglichkeiten. Ist die Lehne eingeklappt, präsentiert sich das Sofa wie ein komfortables Lounge-Möbel mit klarer und einladender Designsprache. Nicht nur die doppelte Funktion ist ungewöhnlich, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Steven Dahlinger und der renommierten Möbelmarke, denn den ersten Prototyp seines Nesting-Sofas entwickelte Dahlinger noch als Student. Dass ein Newcomer sein Design gleich bis zur Serienreife bei einem Hersteller begleiten kann, kommt selten vor. Auch den Folge-Auftrag für einen passenden Sessel hat der junge Designer schon für Wagner ausgeführt.

(Foto: Evolg)

Handschuhe sind bei den aktuellen Temperaturen in Deutschland nicht in erster Linie ein Stil-Accessoire, sondern einfach eine Notwendigkeit für alle, die draußen unterwegs sind. Warm und gleichzeitig charmant designt sind aber die Modelle der japanischen Marke Evolg, die seit Kurzem auch in Europa zu haben sind. 2010 in Japan gestartet, will das Label den Retro-Vibe klassischer Strickhandschuhe transportieren, aber auch urban-smart sein, deswegen sind alle Modelle von Anfang an mit leitfähigen Garnen zum Bedienen von Smartphones gestrickt worden. Farben, Verarbeitung und Textur sind dabei mit typisch japanischer Neigung zum Detail ausgewählt und machen die Evolg-Handschuhe zu richtigen Liebhaberobjekten. Hergestellt werden sie heute in zwei Fabriken in Japan, die auf den Materialmix aus Wolle und Leder (für eine belastbare Hand-Innenfläche) spezialisiert sind. Dank eines Vertriebspartners in Frankreich sind die Evolg-Handschuhe mit ihren zahlreichen verschiedenen Mustern nun auch in Europa erhältlich, übrigens auch im Shop des MoMa in New York. Und der komische Name? Ist nicht japanisch, sondern einfach nur „glove“ von hinten gelesen.

(Foto: Tommy Hilfiger)

Fußball ist ein Teamsport und so

„You’ll never walk alone“ singen sie an der Anfield Road vor jedem Spiel, aber der Slogan lässt sich natürlich auch wunderbar auf Fußballvereine und ihre wechselnden Marketingpartner münzen. Der FC Barcelona wird seit Kurzem von Amiri ausgestattet, Real Madrid von Louis Vuitton und der Liverpool FC jetzt von Tommy Hilfiger. Zumindest modisch ist der sportlich zuletzt etwas strauchelnde Verein von Florian Wirtz damit wieder ganz vorn. „Preppy“, quasi die Kernkompetenz des amerikanischen Labels, ist nämlich zurück. Selbst bei Dior ist unter dem neuen Designer Jonathan Anderson plötzlich vieles angelehnt an den Stil der sogenannten College Preparatory Schools in den USA (nur natürlich unendlich lässiger als in echt). Die Spieler – und Spielerinnen! – werden demnächst also auch mal in Collegejacken, Chinos und Polos auflaufen. Was die „Vereinsfarben“ angeht, passt die Partnerschaft ohnehin gut zusammen: Hilfigers Logo ist Blau-Weiß-Rot, das der „The Reds“ bekanntlich Rot-Weiß – mit einer gigantischen Fahne auf dem Spielfeld wurde die Ähnlichkeit gleich mal unter Beweis gestellt.

(Foto: Hydrafacial)

Detoxing für die Haut

Wer den Dry January in der allgemeinen Gemütslage längst aufgegeben (oder gar nicht erst angefangen) hat, kann ja zumindest seine Haut mal ordentlich detoxen lassen. Die Non-Invasiven schwören dabei auf ein Hydrafacial, was sich unwissenschaftlich mit Hightech-Staubsaugen fürs Gesicht beschreiben lässt. Zuerst wird die Haut mit einem speziellen Sauger entgiftet, gepeelt und gereinigt. (Unbedingt hinterher das dabei entstehende „Abwasser“ ansehen, um mal eine Vorstellung von „porentief“ zu bekommen.) Anschließend wird sie mit einem individuellen Serum und einem Feuchtigkeitsbooster versorgt. Mehr Glow für Dry-January-Skin geht kaum und man ist danach trotzdem sofort gesellschaftsfähig. Die Behandlung soll für alle Hauttypen geeignet sein, gegen Unreinheiten und Rötungen helfen und natürlich feine Linien reduzieren. Auf der Webseite kann man nachschauen, welches Spa oder Kosmetikstudio in der Nähe die Behandlung anbietet.