Biathlon-Weltcup in Oberhof: Preuss schafft Top-5-Platz im Sprint

Die Biathletin Franziska Preuß (Deutschland) am Schießstand.

Stand: 08.01.2026 15:18 Uhr

Die deutschen Biathletinnen haben zum Auftakt des Weltcups zwei Top-10-Ränge gereicht. Der Sieg im vorverlegten Sprint in Oberhof ging an eine Schwedin.

Franziska Preuß als Fünfte und Janina Hettich-Walz als Sechste haben für den Deutschen Skiverband (DSV) zwei Top-Platzierung beim Weltcup-Sprint am Grenzadler erlaufen. Beste Skijägerin am Donnerstag (08.01.2026) war Elvira Öberg, die nicht nur blitzsauber schoss, sondern auch in der Loipe nicht zu schlagen war.

Hinter der fehlerfreien Schwedin kamen Suvi Minkkinen aus Finnland (0/+21,1 Sekunden) und Frankreichs Julia Simon (0/+23,6 Sek.) auf die weiteren Podiumsränge. Preuß und Hettich-Walz hatten sich jeweils einen Schießfehler erlaubt und hatten nach den 7,5 Kilometern 47,1 beziehungsweise 49,5 Sekunden Rückstand.

„Die Strecke ist nicht ohne, aber ich glaube, ich habe es mir ganz gut eingeteilt und hatte das Glück, dass mich Justine Braisaz-Bouchet in der zweiten Runde den Birxsteig mit hochgezogen hat. Da war ich sehr dankbar“, beschrieb Preuss anschließend die Anforderungen des Rennens. Ihre eigene Form sei mit Blick auf die Olympischen Spiele und die Probleme zum Saisonstart weiter „aufsteigend“: „Ich hoffe, dass es jetzt von Rennen zu Rennen besser wird.“

Einige Biathletinnen kaum mit Zeit auf der Strecke

Die Verlegung des Wettbewerbs von Freitag auf Donnerstag wegen angekündigter Sturmböen hatte natürlich auch direkte Einwirkung auf die Wettkampfvorbereitungen der Frauen. Bei allen fiel ein kompletter Trainingstag weg, andere hatten nur wenig oder gar keine Zeit zur Streckenbesichtigung.

Janina Hettich-Walz und das österreichische Team kamen etwa erst am Mittwoch-Nachmittag um 17 Uhr an und durften nur dank einer Sondergenehmigung des Weltverbandes IBU noch in die Loipen. Die Französinnen waren er st so spät in Oberhof, dass sie am Mittwoch nicht mehr auf der Strecke oder am Schießstand waren.

Auch bei den Frauen war der Tod des Norwegers Sivert Guttorm Bakken omnipräsent. Die Schweizerin Lea Meier ging mit der Startnummer eins ins Rennen und schickte vor dem Start noch einen Gruß Richtung Himmel.

Lokalmatadorin läuft nur hinterher

Wie die Top 4 an diesem Tag blieb auch die Thüringerin Vanessa Voigt fehlerfrei am Schießstand, allerdings kam sie in der Loipe gar nicht voran und verpasste so einen Platz unter den besten 20 deutlich. Sie hatte 1:38,8 Minuten Rückstand auf die Siegerin. „Es war ein okayes Rennen – es war nicht perfekt oder sehr gut, aber ich nehme es mit. Ich weiß, dass ich mir hier einige Körner für die Strecke aufheben muss, weil es für mich sehr schwierig hier ist. Deswegen war ich foh über die Null am Schießstand“, so die Rotteröderin.

Julia Tanhheimer lief trotz zwei Strafrunden auf einen ordentlichen 17. Rang (+1:18,8 Min.). Mit Selina Grotian als 30. (2/+1:45,2 Min.) und Anna Weidel (1/+1:50,2 Min.) als 32. schafften alle deutschen Starterinnen die Qualifikation für das Verfolgungs-Rennen am Sonntag.

Hettich-Walz: „Zum Glück gerade fertig mit packen“

Angesichts der stressigen Vorbereitung war Hettich-Walz sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Es war eine sehr holprige Vorbereitung. Ich war gestern noch zu Hause und hatte für heute einen Trainingstag geplant. Ich war ganz froh, dass ich gerade fertig war mit packen, sonst hätte ich alles weitere vergessen. Ich habe versucht cool zu bleiben und dafür bin ich sehr, sehr zufrieden mit meinem Rennen.“ Für die 29 Jahre alte Bayerin war das Rennen auch dahingehend wichtig, weil sie so durch den sechsten Platz die DSV-internen Qualifikationsnormen für die Olympischen Winterspiele erfüllt hat.