
AUDIO: Tipps und Tricks: Was tun bei Stromausfall? (5 Min)
Stand: 07.01.2026 09:55 Uhr
Der mehrtägige Stromausfall in Berlin zeigt, dass es auch in Deutschland zu größeren Blackouts kommen kann. Wie kann man sich auf den Fall vorbereiten, dass Heizung, Licht und Elektrogeräte nicht mehr funktionieren?
Meist werden Stromausfälle in Deutschland innerhalb weniger Stunden behoben. Doch der Blackout im Südwesten Berlins zeigt, dass schlimmstenfalls auch ein mehrtägiger Stromausfall möglich ist – etwa nach einem Anschlag oder auch, wenn Stromleitungen durch ein Unwetter beschädigt werden.
Heizungsausfall: Wärme in der Wohnung halten
Wenn der Strom ausfällt, funktioniert auch die Heizung nicht mehr – besonders im Winter ein äußerst unangenehmes Szenario. Mit warmer Kleidung und Decken kann man eine Weile auf die Heizung verzichten. Am besten nur einen Raum nutzen und die Türen zu den anderen Zimmern geschlossen halten, damit die Wärme drin bleibt. Trotzdem regelmäßiges Stoßlüften nicht vergessen, damit frischer Sauerstoff in den Raum kommt. Das ist vor allem wichtig, wenn Kerzen das elektrische Licht ersetzen.
Nur für Innenräume zugelassene Öfen verwenden
Wer einen Kaminofen hat, kann sich mit Kohle, Briketts oder Holz bevorraten. Bei Gasöfen ausschließlich Geräte nutzen, die für Innenräume zugelassen sind und über Sicherheitsvorkehrungen wie eine Zünd- und eine Sauerstoffmangelsicherung verfügen. Keinesfalls Terrassen-Heizstrahler oder Heizpilze verwenden – es droht eine Kohlenmonoxidvergiftung!
Licht fällt aus: Was tun?
Für den Fall, dass das Licht ausfällt, empfiehlt es sich, immer ein oder zwei Taschenlampen mit einem entsprechenden Vorrat an Batterien und eventuell Ersatzleuchtmittel bereitzuhalten. Ebenfalls praktisch sind Campinglampen, die mit einer Batterie laufen. Im Handel sind zudem solar- oder kurbelbetriebene Taschenlampen erhältlich. Für die Beleuchtung am Tisch kann man sich zusätzlich einen Vorrat an Kerzen zulegen. Sie haben den Vorteil, dass sie neben Licht auch Wärme spenden. Eine weitere Alternative sind Petroleumlampen. Unbedingt an Feuerzeuge und Streichhölzer denken. Wichtig: Kerzen wegen der Brandgefahr niemals unbeobachtet lassen.
Radio und Powerbanks bereithalten
Informationsmangel führt in einem Notfall schnell zu Verunsicherung. Deshalb empfiehlt es sich, ein batteriebetriebenes Radio im Haus zu haben. Für Mobiltelefone oder Laptops sollte man geladene Powerbanks bereithalten. Nützlich können hier solarbetriebene Ladegeräte sein – allerdings sind diese in der kalten Jahreszeit nur schwer wieder aufzuladen.
Kochen ohne Strom
Wenn der Strom ausfällt, funktioniert auch der elektrische Herd nicht mehr. Wer einen Campingkocher besitzt, kann diesen benutzen, um zumindest kleinere Mahlzeiten zu kochen. Hierfür an die entsprechenden Gaskartuschen denken. Wer einen Garten oder einen größeren Balkon hat, kann dort auch einen Holzkohle- oder Gasgrill nutzen. Diesen wegen der Brand- und Vergiftungsgefahr keinesfalls im Haus oder in der Wohnung benutzen.
Lebensmittel bevorraten
Wichtig ist zudem ein Vorrat an Lebensmitteln und Wasser. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, Essen und Trinken für etwa zehn Tage bereitzuhalten, darunter etwa zwei Liter Flüssigkeit pro Person und Tag sowie haltbare Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Gemüsekonserven. Vorrat für Haustiere nicht vergessen.
Außerdem sollte man möglichst etwas Bargeld im Haus haben, da bei einem Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren. Weitere Empfehlungen für Notfälle sowie eine Checkliste, welche Dinge man im Haus haben sollte, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zusammengestellt.






