USA steigen aus Dutzenden internationalen Organisationen aus

Die USA ziehen sich aus Dutzenden internationalen Organisationen, Behörden und Kommissionen zurück. Dazu gehörten der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und Gremien, die sich mit Themen wie Klima und Arbeit befassen, teilte ein Mitglied der US-Regierung mit. Präsident Donald Trump habe am Mittwoch eine Exekutivanordnung unterzeichnet, laut der die US-Unterstützung für 66 Einrichtungen ausgesetzt werde.

Zuvor hatte Trump seine Regierung angewiesen, die Beteiligung der USA an sämtlichen internationalen Organisationen sowie deren Finanzierung zu überprüfen, wie aus einer in den sozialen Medien verbreiteten Mitteilung des Weißen Hauses hervorging. Bei den meisten der betroffenen Einrichtungen handelt es sich um UN-nahe Behörden, Kommissionen und Beratungsgremien, die nach Auffassung der Trump-Regierung Diversität und „woken“ Initiativen fördern.

Die Regierung sei zum Schluss gekommen, dass die Institutionen in ihrem Aufgabenbereich überflüssig, schlecht verwaltet und verschwenderisch seien. Die Einrichtungen würden von Akteuren vereinnahmt, deren Interessen jenen der USA zuwiderliefen oder eine „Bedrohung für die Souveränität, die Freiheiten und den allgemeinen Wohlstand unserer Nation“ darstellen, hieß es in einer Erklärung des US-Außenministeriums.

Bereits vor einem Jahr trat Trump kurz nach seinem Amtsantritt erneut aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus, nachdem die USA 2021 unter Joe Biden wieder beigetreten waren. Der Weltgesundheitsorganisation WHO, dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA), dem UN-Menschenrechtsrat und der UN-Kulturorganisation UNESCO strichen die USA die finanzielle Unterstützung.