Darts-WM: Littler vs. van Veen – jüngstes WM-Finale aller Zeiten

Luke Littler (l.) und Gian van Veen im Oktober 25 in Leicester

Stand: 03.01.2026 09:45 Uhr

Luke Littler und Gian van Veen stehen im Finale der Darts-WM. Es ist das jüngste WM-Finale aller Zeiten – mit klar verteilten Rollen. Der eine, Luke Littler, 18 Jahre alt, flog bislang durch das Turnier im Londoner Alexandra Palace. Er will seinen WM-Titel verteidigen, nichts anderes zählt. Littlers Herausforderer kommt aus den Niederlanden: Gian van Veen, 23 Jahre alt, der das erste WM-Finale seiner Karriere erlebt.

Littler fühlt sich großartig. Der Engländer steht bei seiner dritten WM-Teilnahme zum dritten Mal im Finale. Bislang gewann er fast alle Spiele hochüberlegen. Im Halbfinale ließ der 18-Jährige seinem Landsmann Ryan Searle beim 6:1 keine Chance. Im Finale am Samstag wird die Distanz noch einmal länger: Sieben Sätze müssen gewonnen werden.

Doch Littlers Gegner Gian „The Giant“ van Veen ist aktuell in Weltklasseform. Der niederländische Shooting-Star entschied sein Halbfinale gegen den Schotten Gary Anderson mit 6:3 für sich, gilt aber dennoch als Außenseiter in diesem Finale, für das der Gewinner die Summe von einer Million Pfund (rund 1,15 Millionen Euro) einstreicht.

Machtdemonstration von Littler

Luke „The Nuke“ Littler bot gegen Ryan Searle eine Machtdemonstration. Er verlor zwar den ersten Satz, aber dann erhöhte der Weltranglistenerste die Schlagzahl. Zwischenzeitlich gewann Littler gar elf Legs in Folge, er nutzte seinen ersten Matchdart. Drei Finalteilnahmen in Folge bei Weltmeisterschaften der Professional Darts Corporation (PDC) waren zuvor nur Rekordsieger Phil Taylor, Dennis Priestley und Gary Anderson gelungen.

Hoffen auf ein Spektakel

Deutlich spannender verlief das zweite Halbfinale: Junioren-Weltmeister van Veen und sein Idol Gary Anderson (55) lieferten sich ein hochklassiges Duell. Van Veen wackelte zwar im achten Satz, fand sein Spiel jedoch rechtzeitig wieder und gewann schließlich mit 6:3.

„Jeder weiß, was Luke kann. Ich muss morgen mein Bestes geben, sonst wird es ein sehr schwieriges Spiel“, sagte van Veen mit Blick auf das Finale, für das er sich ein Spektakel erhofft: „Jeder hat in den letzten paar Jahren gesehen, wozu Luke fähig ist. Er hat in diesem Turnier fantastisch gespielt – aber ich auch“, sagte der Niederländer.

Finale am Samstag

„Ich bin sehr glücklich“, sagte sein Kontrahent Littler: „Samstag geht es wieder los – ein letztes Mal. Das dritte Finale in Folge. Das ist unglaublich.“

Um 21 Uhr treffen Littler und van Veen im „Ally Pally“ im Kampf um die begehrte Sid Waddell Trophy aufeinander.