

Am Silvesterabend sind in Berlin schon vor Mitternacht mehr als 100 Menschen wegen Missbrauchs von Feuerwerk von der Polizei vorläufig festgenommen worden. Es gehe in den meisten Fällen um Verstöße gegen Sprengstoffvorschriften, teilte die Polizei mit. Neun Polizisten seien meist durch Knalltraumata von Böllern leicht verletzt worden.
In Gropiusstadt in Neukölln beschlagnahmte die Polizei eine selbstgebaute Feuerwerksanlage, für die mehrere Batterien von Raketen durch Zünder miteinander verbunden waren. Fotos der Polizei zeigten die größere Anlage aus mehreren Kartons und Kisten voller Raketen, von denen elektrische Kabel zu einer Zündvorrichtung führten.
Unterdessen lockte die große Silvesterparty am Brandenburger Tor im Zentrum der Hauptstadt schon Stunden vor Mitternacht Tausende Menschen an. In langen Schlangen standen sie an den Eingängen der Absperrungen, wo Taschen und Tickets kontrolliert wurden.
Die Besucher versammelten sich auf der westlichen Seite des Tores auf dem Platz des 18. März, um um Mitternacht das siebenminütige Feuerwerk zu sehen.
Die Stimmung war trotz der nächtlichen Kälte ausgesprochen gut. Mehrere DJs spielten von einer Bühne aus Musik, das Tor wurde aufwendig mit einer Lichtshow beleuchtet. Einige Besucher tanzten. Unter den Menschen aller Altersklassen waren auch viele Familien und Paare. Manche hatten sich geschmückt.
