Der Transfermarkt hat gezeigt, wie weit die Premier League sogar dem FC Bayern enteilt ist. Vor dem Champions-League-Auftakt gegen Chelsea stellt sich also die Frage, ob die Münchner Spieler noch reif genug für die Insel sind – ein SZ-Kaderrundgang.
Der FC Bayern hatte gerade erst den Hamburger Sportverein in winzige Fischstäbchen verhackstückt, da war Vincent Kompany gedanklich schon vier Tage weiter und drei Spielklassen höher. „Egal, ob der Gegner für eine Milliarde eingekauft hat oder für zehn Millionen“, Fußballspiele seien immer gleich ernst zu nehmen, befand der Münchner Trainer mit Blick auf das Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea an diesem Mittwoch. Am Lügendetektor wäre er damit wohl aufgeflogen, denn wie jedermann weiß: Wenn Trainer bei den Bayern rausfliegen, fliegen sie meist nach einem Viertelfinale in der Königsklasse raus, also in der Regel, bevor sie das Rückrundenspiel gegen den HSV oder einen vergleichbaren Bundesliga-Gegner überhaupt erreicht haben. Der Weg in ein mögliches Champions-League-Halbfinale führt diesmal nahezu zwingend über einen der sechs (!) Klubs aus England. Weil Tottenham Hotspur als Vorjahres-17. der Premier League immer noch gut genug war, um die Europa League zu gewinnen, dürfen sie zusätzlich in der Champions League mitspielen.
