Tennis: Zverev scheitert bei den US Open in Runde drei

Der deutsche Tennisspieler Alexander Zverev ist in der dritten Runde der US Open in vier Sätzen 6:4, 6:7 (7:9), 4:6, 4:6 an dem Kanadier Félix Auger-Aliassime gescheitert. Damit bleibt Zverev der Traum von einem Grand-Slam-Titel auch beim 39. Anlauf versagt. Der Deutsche musste sich nach 3 Stunden und 48 Minuten gegen Auger-Aliassime geschlagen geben. 

Den ersten Durchgang entschied die deutsche Nummer eins nach einem Auf und Ab zu Beginn noch verdient für sich. Im zweiten brachten beide Spieler ihre Aufschlagspiele durch. Im Tiebreak vergab Zverev einen Satzball. Ein Netzroller sprang über Zverevs Schläger, der ans Netz vorgerückt war, und verhalf dem Kanadier (Platz 27 auf der Weltrangliste) zum Satzgewinn. 

Zverev fasste sich in der Folge an die Rückseite des linken Oberschenkels. Nach seinem Sieg in der zweiten Runde hatte der 28-Jährige über Rückenprobleme geklagt. Es handle sich nicht um ein muskuläres Problem, die Beschwerden würden in den nächsten zwei Wochen auch nicht weggehen, hatte er gesagt.

Wut und Frust

In entscheidenden Momenten war Zverev oft zu passiv und überließ Auger-Aliassime die Initiative. Gleichzeitig wuchs der Frust bei Zverev im Spielverlauf zusehends. Nach dem Satzgewinn des Kanadiers zur 2:1-Führung schleuderte Zverev seinen Schläger vor Wut auf den Boden. Anschließend nahm er sich eine Pause und verließ den Platz im Louis Armstrong Stadium in New York. Selten zeigte Zverev positive Reaktionen, stattdessen wirkte er immer ratloser. Im vierten Satz besiegelte sein Aufschlagverlust zum 3:4 das Match. Zverev konnte sich das Break nicht zurückholen und verlor schließlich mit 4:6. 

Nach seinem Zweitrundensieg in drei Sätzen gegen den Briten Jacob Fearnley hatte Zverev noch gesagt, die „Party“ der seit zwei Jahren dominierenden Jannik Sinner und Carlos Alcaraz „aufmischen“ zu wollen. Nach dem Erstrunden-Aus in Wimbledon, nach dem der Hamburger von mentalen Problemen gesprochen hatte, ist die Niederlage in New York nun der nächste schwere Rückschlag für den dreimaligen Grand-Slam-Finalisten.

Aus deutscher Sicht ist nun nur noch Jan-Lennard Struff im Einzel vertreten; er trifft in der Nacht auf Montag auf Grand-Slam-Rekordgewinner Novak Djokovic. Zuvor war bereits Laura Siegemund als letzte deutsche Frau aus dem Turnier ausgeschieden.