
Immer weniger Deutsche sparen aktiv auf ein Eigenheim. Nur noch 33 Prozent nennen Wohneigentum als Sparziel, wie aus einer Umfrage des Verbands der privaten Bausparkassen hervorgeht. 2024 gaben noch 43 Prozent an, auf ein Eigenheim zu sparen. Als Hauptgrund nennt der Verband die hohen Immobilienkosten.
„Viele Menschen scheinen inzwischen zu glauben, dass Wohneigentum für sie ohnehin nicht mehr realistisch ist – und haben sich damit abgefunden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der privaten Bausparkassen, Christian König. „Das ist gesellschaftspolitisch ein Alarmsignal.“ Die Abkehr vom Eigentumswunsch sei ein stiller Rückzug aus einer wichtigen Säule der privaten Daseinsvorsorge.
Das ist gesellschaftspolitisch ein Alarmsignal.
Statt für Häuser oder Wohnungen sparen die Menschen der Umfrage zufolge zunehmend für Altersvorsorge (60 Prozent) und Konsum (44 Prozent). Kapitalanlage liegt mit 34 Prozent auf Platz drei – während Wohneigentum auf Platz vier (33 Prozent) zurückfällt. Besonders die jüngeren und mittleren Altersgruppen legen ihr Geld nicht mehr für Immobilien zurück.
Die Ergebnisse zeigen dem Verband zufolge die Probleme auf dem Immobilienmarkt: hohe Kosten, regulatorische Unsicherheiten und fehlende Förderimpulse führten offenbar dazu, dass immer mehr Menschen ihren Eigentumstraum aufgeben. Der Verband fordert daher gezielte Maßnahmen, um Eigentumsbildung wieder möglich zu machen – besonders für Familien und Normalverdienende.
