2016: War das nicht ein durch und durch komisches Jahr?

Das Jahr 2016 begann am 31. Dezember 2015, kurz vor zehn Uhr abends, als endlich die ersten Mannschaftswagen der Polizei auf der Kölner Domplatte und dem Bahnhofsvorplatz eintrafen, wo sie mit Böllern, Raketen und üblen Schimpfworten empfangen wurden. Frauen, die von jungen Männern belästigt, begrapscht, beraubt worden waren, hatten die Polizei gerufen, das Chaos war groß, erst gegen halb acht Uhr morgens wurde es ruhiger. Es dauerte ein paar Tage, bis sich herumgesprochen hatte, dass die meisten der jungen Männer anscheinend aus Nordafrika stammten und in Deutschland Asyl beantragt hatten. Das war das Ende der sogenannten Willkommenskultur. Und der Beginn einer Stimmung, die bis heute nicht verschwunden ist: Migration, so klagen seitdem die besorgten Bürger und die entsprechenden Parteien, sei das größte aller deutschen Probleme.